Tanzwut
Latest Release
Eselsmesse

Eselsmesse

Release : 06.06.2014

Media :
Ltd. Digi

Members

Teufel:

Gesang, Dudelsack, Trumscheit

Der Zwilling:

E-Bass, Marktsackpfeife

René:

E-Gitarre, Davul

Shumon:

Schlagzeug

Pyro:

Marktsackpfeife, Schalmei

Thrymr:

Marktsackpfeife, Schalmei

Oually:

Keyboard, Elektronisches Schlagzeug

 

Live

02.08.2014 DE Altena

22.08.2014 DE Wäschebeuren

23.08.2014 DE Aach

30.08.2014 DE Wuppertal

30.08.2014 DE Wuppertal

06.09.2014 DE Großenhain

02.10.2014 DE Rostock

03.10.2014 DE Bremen

04.10.2014 DE Erfurt

05.10.2014 DE Saarbrücken

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„Deposuit potentes de sede et exaltavit humiles“

Er stößt die Mächtigen vom Thron und erhebt die Erniedrigten!

 

Drei Jahre nach „Morus et Diabolus“ ziehen die Spielleute von Tanzwut wieder hinaus in die Welt um ihr mittelalterliches Meisterwerk, das Akustikalbum die „Eselsmesse“, vorzustellen.

 

Die Eselsmesse - ein im Mittelalter als Messparodie entstandenes Narrenfest des niederen Klerus. Verkleidet feierten die Geistlichen ein gar weltliches Fest. In Art der "verkehrten Welt" trugen die Teilnehmer Tierkostüme und antworteten dem Segen des für diesen Tag ernannten Narren- oder Eselsbischofs mit zweideutigem Messgesang und Tierlauten, wie dem typischen IA IA, zu hören im Song „Gregis Pastor Tityros“. Dem Narrenbischof musste Gehorsam geleistet werden.  In dieser Zeit wurden alltägliche Zwänge und Regeln außer Kraft gesetzt.

 

Tanzend, zotige Lieder singend, die Messliturgie verulkend und Schabernack treibend – durchdrehend und nicht an das Morgen denkend. Die Menge zog in einer fantastischen Prozession durch die Stadt und feierte mit Wein und Gesang „Unsere Nacht“ bis zum nächsten Morgen. Die Eselsmessen und Narrenfeste des Mittelalters lebten nicht für ein exklusives Publikum. Die niederen Geistlichen tanzten zu Trommel und Flötentönen nackt vor dem Altar oder fuhren auf einem Karren durch die Stadt und bewarfen die Vorübergehenden mit Unrat und Kot.

 

Die Kirche duldete die Verspottung der Sakramente und Gestalten der Heilsgeschichte und die Geistlichkeit lachte mit.  Das Volk und der Klerus feierten die Eselsmesse nicht aus ernsthafter Überzeugung, sondern bloß aus Scherz, um sich nach alter Gewohnheit zu belustigen, damit die Narrheit, die den Menschen eine zweite Natur ist und ihnen angeboren zu sein scheint, sich dadurch wenigstens einmal im Jahr ungestraft austoben kann.

Die Wurzeln der Narren- und Eselsfeste liegt im Dunkeln. Heidnische Rituale mögen der Ursprung sein oder die römischen Saturnalien, bei denen die Herren für eine kurze Zeit Dienstboten ihrer eigenen Sklaven waren. Im Mittelalter gab es die Eselsfeste in ganz Europa, traten jedoch verstärkt in Frankreich auf. Im Mittelpunkt des Festes steht der Esel. Sowohl als Sinnbild der menschlichen Torheit, wie auch das Symbol für Fruchtbarkeit und Stärke. Im kirchlichen Sinne auch das Tier welches Christi im Leben begleitete und ihm näher stand als Päpste oder Bischöfe. Es wird besungen in „Orientis Partibus“ (Aus dem Morgenlande kam, uns ein Esel ...).

Stärke zeigt die Band wieder einmal. Kurz nach Veröffentlichung ihrer aktuellen Rock-CD „Höllenfahrt“ (06.09.2013) fruchteten die Ideen und sie waren wieder im Studio um genau 9 Monate später, am 6. Juni 2014, uns mit neuen mittelalterlichen Stücken zu begeistern, die zum Tanzen  und Mitsingen einladen. Hervorzuheben ist auch die Zusammenarbeit mit Jule Bauer (Triskilian) und den französischen Ausnahmekünstlern Entr’Act. Letztere bereichern mit Ihren ausgefallenen Instrumenten den Song „Der Eselskönig“. Bei dem Lied „Unsere Nacht“ wird man sowohl Jule´s Nyckelharpa-Spiel hören können, wie auch ein Gesangsduett mit Teufel. Mit im Studio waren nicht nur externe Gastmusiker, sondern auch der Rock-Schlagzeuger Shumon mit der Sitar. Spannend und makaber war der Einsatz des Quijada de Burro (Eselskiefer), den man mit Stock und Schlägen zum Schnarren und Rasseln bringt. Auch wurden Jakobsmuscheln als Rhythmusinstrument verwendet. Neben dem Eselskiefer und den Muscheln kommen aber auch normalere Instrumente wie Sitar, Nyckelharpa und diverse Schlagwerke, Dudelsäcke, Maultrommel, Flöten und Glocken zum Einsatz.

 

Tanzwut gelingt es ein weiteres Mal für uns das Mittelalter lebendig zu halten. 12 phantasievolle Stücke, zum Teil auch in deutscher Sprache, lassen uns teilhaben an einer Zeit, als man noch von Spielleuten und Narren auf Marktplätzen, in Tavernen und auf Burgen unterhalten wurde. Sie lassen für uns das Narrenfest auferstehen. Vor dem inneren Auge sieht man Novizen und Kleriker tanzen und sich für einen Tag von ihren Fesseln befreien. Man sieht die Menge vor den Kirchen den Narrenbischof krönen und ein rauschendes, freizügiges Fest feiern. Schöne Frauen drehen sich im Kreis, der Wein fließt in Strömen, das Schwein brät am Spieß und die leiblichen Begierden werden befriedigt.

 

Feiert mit Tanzwut ein rauschendes Fest getreu dem Motto: „Lasst uns durchdrehen!“.

 

 

TANZWUT - Eselsmesse

AFM 511-9

Release Date: 2014-06-06

Media: Ltd. Digi


Mittelalter:

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Rockalbum:

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www.tanzwut.com

www.facebook.com/TANZWUTOfficial