Leaves' Eyes

Monumental. Episch. Gewaltig. – Die letzte Schlacht der Wikinger

England im Jahr 1066. Die entscheidende Schlacht bei Stamford Bridge. Krieger im Todeskampf, blutgetränkte Felder. Norwegens König Harald III, genannt Hardråde („Der Harte“), liegt sterbend am Boden. Vor seinen Augen zieht sein Leben vorbei: Kriege, Machtkämpfe, Reisen in exotische Welten, mächtige Frauen; Kaiser und Könige, die ins Verderben stürzen. Der letzte Wikingerkönig ist tot – die Ära der Wikinger ist beendet. Lang leben die Wikinger!

„The Last Viking“ ist das 2020er Monumentalwerk von LEAVES’ EYES. Der Schauplatz des Symphonic-Metal-Krachers könnte nicht gewaltiger sein. Nachdem sie mit den Kult-Alben „Vinland Saga“ (2005) und „King Of Kings“ (2015) Leif Erikssons Amerikaentdeckung und das Leben des ersten Norwegerkönigs vertonten, führen LEAVES‘ EYES nun die Wikingersagas zum bombastischen Finale.

Wie immer legen LEAVES’ EYES Wert auf akkurate Wiedergabe historischer Fakten. Geschichtsbücher wurden gewälzt, Sagen studiert. „Manchmal muss ich schon schmunzeln, wenn ich sehe, wie bei Serien oder Blockbustern die Wikingersagas auf den Kopf gestellt werden. Sowas gibt es bei uns nicht!“, versichert Alexander Krull (Vocals), erneut verantwortlich für Konzept und Lyrics. „The Last Viking“ hätte selbst das Zeug zum Drehbuch einer Wikinger-Serie. Die Sagen um Hardrådes Leben sind durchtränkt von Drama, Emotionen und dem ewigen Ringen um Macht. „The Last Viking“ ist der epische Soundtrack einer mythischen Welt voll fesselnder Wikingerabenteuer.

Die rasende Pagan-Hymne „Chain Of The Golden Horn” berichtet von Hardrådes gefährlicher Flucht aus Byzanz durch den Bosporus, wo eine im Wasser gespannte Eisenkette beinahe sein Schiff zerstört.  Das treibende Rock-Opus „Dark Love Empress“ besingt die rachsüchtige Kaiserin Zoë. Weil der Wikingerheld sich nicht in die Riege ihrer Liebhaber einreihen will, lässt sie ihn in den Kerker sperren. Die packende erste Single zeigt, wie fest die finnische Sopran-Sensation Elina Siraala gesangstechnisch im Sattel sitzt und auf ihrem zweiten LEAVES’ EYES-Album mit Power und Ausdrucksstärke den Bandsound mitprägt. Beim speedigen Symphonic-Smasher „Serpents And Dragons“ liefert sie sich mit Shouter Alex eine starke Duett-Schlacht, die Hardrådes Seegefecht mit Hunderten von Drachenschiffen um den Thron Dänemarks lebendig macht. Der Zehn-Minuten-Brecher „The Last Viking“ ist ein eindrucksvoller Ritt durch verschiedene Metal-Spielarten, mal bombastisch, mal heavy, mal dark und atmosphärisch wurde hier die gesamte Dramatik in Hardrådes Leben und Tod soundtechnisch eingefangen.

Kein Zweifel: Alle Musiker wissen nach Jahren erfolgreicher Zusammenarbeit ganz genau, welche Knöpfe gedrückt werden müssen, um die Stärken von LEAVES’ EYES voll auszuspielen. Energiegeladene Kompositionen sind der Beleg für den Ideenreichtum des Komponisten-Duos Thorsten Bauer (Gitarre) und Alexander Krull (Vocals). Geradlinig und konsequent gehen sie den Weg weiter, der ihnen bereits ein weltweites Heer von Anhängern verschaffte. Mit „Break Into The Sky Of Aeon” haben sich LEAVES’ EYES tatsächlich einen eigenen Best-Of-Track erschaffen, der alle Asse ausspielt, die den Bandsound seit jeher bestimmen: Eine packende Songstruktur, emotionale Melodien um und eine ordentliche Portion Mystik.

Über die gesamte Spielzeit hinweg beeindruckt, wie sich die immerhin 14 Tracks in Struktur, Tempo und Atmosphäre deutlich voneinander abheben. So tauchen mit keltischen Hörnern, mächtigen Trommeln und mittelalterlichen Instrumenten wie Nyckelharpa und Fiddle immer neue Elemente auf. Das mystische Klagelied „Two Kings One Realm“ überrascht mit bisher unbekannten Facetten. Den dark-poppigen Ethno-Sound hätte man von Deutschlands international erfolgreichsten Symphonic-Metallern nicht erwartet. Mastermind Alexander Krull präsentiert mit seiner modernen, messerscharfen Produktion den LEAVES’ EYES-Sound markanter, dynamischer und rauer denn je. Mit neuen Versionen von „Night Of The Ravens“, „Serkland“ und „Black Butterfly“ erlebt man zudem die Songs der ausverkauften EP überraschend neu. Letzteres überrascht mit grandiosen Guest Vocals der französischen Power-Röhre Clémentine Delauney (Visions of Atlantis, Exit Eden), die den Rock-Smasher packend neu erklingen lassen.

LEAVES’ EYES sind seit jeher eine Band der Superlative. Sie haben auf allen bewohnten Kontinenten getourt, sichern sich regelmäßig Spitzenplätze in den offiziellen Albumcharts und liefern in puncto Artwork und Videoclips mit jedem Werk ein multimediales Gesamtpaket ab. Bei „The Last Viking“ treiben sie es mit dem selbstproduzierten Doku-Film „Viking Spirits“ auf die Spitze. Weltweit gefilmt, wird hier der immer beliebter werdenden Wikinger-Reenactment-Szene gehuldigt, der Fronter Alex und die Band längst angehören. Wegbegleiter und Viking-Freunde kommen zu Wort. Neben historischen Details steht die Verschmelzung von nordischer Mythologie, Viking-Lifestyle und der Musik von LEAVES’ EYES im Fokus und bietet die längst überfällige Ergänzung zum Gesamtwerk von der Band. Dieses schließen sie mit „The Last Viking“ keineswegs ab, vielmehr steigt die Neugier, mit welchem Geniestreich sie als nächstes überraschen werden. Mit „The Last Viking“ errichten sich Leaves‘ Eyes ein musikalisches Monument, so fesselnd und stark wie die Saga des letzten Wikingerkönigs selbst.

(Autor: Robert Suß)


 

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