Iron Savior

Firestar

Release: 06. Oktober 2023

Mitunter entscheiden pure Zufälle oder vermeintlich unscheinbare Kleinigkeiten, ob aus einem sehr guten Album plötzlich ein überragendes Werk wird. Im Falle von ‚Firestar‘, der neuen Studioscheibe der Hamburger Powermetaller Iron Savior, ist es sogar für Sänger/Gitarrist Piet Sielck eine echte Überraschung, dass die neuen Songs das Material des starken Vorgängers ‚Skycrest‘ noch übertreffen. Denn eigentlich standen die Eckpfeiler des aktuellen Albums bereits fest und deuteten auf eine im üblichen Rahmen gelungene Produktion hin. Doch dann kam alles anders: „Kurz vor dem Ende der Aufnahmen hat mich wie aus heiterem Himmel die Muse geküsst. Innerhalb kürzester Zeit habe ich aus dem Nichts zwei weitere Songs geschrieben und kurzentschlossen einen dritten Track verändert. Plötzlich legte ‚Firestar‘ sogar noch eine kräftige Schippe drauf“, freut sich Sielck, der zugibt, dass dieser unerwartete Kreativschub bei ihm „große Emotionen ausgelöst hat.“ Veröffentlicht wird ‚Firestar‘ am 6. Oktober 2023 über AFM/Soulfood. Bereits ab dem 1. Juli 2023 werden mehrere Singleauskopplungen die Vorfreude auf das Meisterwerk zusätzlich schüren.

Bei den anfangs erwähnten drei Songs handelt es sich um die Hymne ‚In The Realm Of Heavy Metal‘, den Titeltrack ‚Firestar‘ und das abschließende ‚Together As One‘, bei dem das Grundgerüst eigentlich bereits feststand, bis Sielck den Refrain austauschte und die Nummer „direkt zum Knaller wurde“. Allerdings: Gilt dieser Superlativ nicht für sämtliche elf Songs? Immerhin befindet sich mit dem Titeltrack ein fulminanter Nackenbrecher auf dem Album, der mit seinem rasanten Tempo von 176 Bpm einer der schnellsten Songs der Iron Savior-Historie ist. Auf der anderen Seite gibt es auf ‚Firestar‘ auch Einflüsse von Hardrock bis Pop, die mit den typischen Iron Savior-Tugenden auf Heavy Metal geeicht wurden. Wie etwa bei ‚Through The Fires Of Hell‘, einer Nummer, deren emotionsgeladener Text der Iron Savior-Chef seiner Ehefrau widmet. Sielck: „In unserer Patchworkfamilie mit insgesamt drei wunderbaren Töchtern haben wir schon so manche Höhen und Tiefen gemeinsam durchlebt. Ich würde für sie immer wieder jeden Tag erneut durch das Feuer der Hölle und zurück gehen, wenn es sein müsste.“

Apropos: Für Piet Sielck und seine drei Bandkollegen Joachim ‚Piesel‘ Küstner (Gitarre), Jan S. Eckert (Bass) und Patrick Klose (Schlagzeug) sind die Songinhalte weit mehr als nur bloßes Beiwerk. „Wir müssen uns mit den Texten identifizieren können, einen Bezug zu ihrer Bedeutung haben, sonst funktioniert es nicht“, erklärt Sielck den Rahmen seiner Themen, bei denen es trotz mancher Fantasy/Sci-Fi-Ausrichtung immer wieder um die Grundregeln des Zusammenlebens geht, um Respekt und Toleranz, um Gut und Böse, und zwar mit – wie Sielck es formuliert – „hanseatischem Blick auf die Dinge!“ Gleiches gilt auch für vier Songs mit den für Iron Savior typischen Atlantis-Themen oder für ‚Across The Wasteland‘ mit seinem Bezug zur Steven King-Reihe ‚Dunkler Turm‘.

Iron Savior ist mit ‚Firestar‘ in der Tat ein überragendes Studioalbum gelungen, für das Felipe Machado Franco erneut ein beeindruckendes Cover-Artwork mit dem seit 2011 existierenden Iron Savior-Raumschiff erschaffen hat. Passend dazu auch die druckvolle Produktion aus dem Hamburger ‚Powerhouse Studio‘, inklusive geschickt im Gesamtsound platzierter Keyboard-Parts sowie den hymnischen Background-Chören, diesmal angereichert von Sielcks 17-jähriger Tochter Frida und ihrem Boyfriend. Kein Zweifel: Auf ‚Firestar‘ brennt es in vielerlei Hinsicht lichterloh!

 

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