Bloodbound

Nicht wenige Szenebeobachter zeigen sich über die enorme Entwicklung der Power Metaller BLOODBOUND erstaunt. Nicht dass man den Schweden je ihre Qualität absprechen wollte; aber einen derartigen Popularitätsschub, wie ihn die Truppe seit ein paar Jahren erfährt, sah man nicht kommen. Dabei sind das die Früchte harter Arbeit, denn seit Festigung des Line-Ups vor gut 5 Jahren (nach Einstieg von Sänger Patrik Johansson) ist der Schweden-Sechser auch vermehrt livehaftig auf Europas Bühnen zu bewundern. Tourneen mit HammerFall, U.D.O. und zuletzt Sabaton machten BLOODBOUND selbst zu einer festen Größe. Somit ist es nicht verwunderlich, dass die Band zum neuen Album ‚War Of Dragons‘ erstmals selbst als Headliner touren wird.

‚War Of Dragons‘ stellt erneut einen wichtigen Schritt für BLOODBOUND dar. War schon das letzte Studiolbum ‚Stormborn‘ (2014) bombastischer angelegt, so wird diese Entwicklung auf dem neuen Longplayer rasant vorangetrieben - was hier durchaus wörtlich genommen werden darf, denn ‚War Of Dragons‘ verbindet den auf ‚Stormborn‘ eingeschlagenen Weg mit speedlastigerem Songmaterial. Dass dabei weder Melodie von Hymnenhaftigkeit zu kurz kommen, zeigt deutlich, wie sehr BLOODBOUND in den über 10 Jahren seit ihrem Debüt ‚Nosferatu‘ gereift sind – und wie gut sie ihre Stärken kennen. Johansson brilliert mit schneidendem Organ und unterstreicht, warum er zu den besten Sängern der Szene gezählt wird, die Keyboards von Fredrik Bergh setzen mehr denn je bombastische Akzente und insgesamt macht es den Eindruck, als hätten sich BLOODBOUND im Laufe der Jahre einfach perfekt aufeinander eingespielt.

Im Sommer 2004 wurde die Band von Tomas Olsson und Fredrik Bergh gegründet. Ein Demo war schnell aufgenommen und postwendend konnte man einen Vertrag für Europa und Asien ergattern. Das Debütalbum ‚Nosferatu‘ erschien Anfang 2006 und heimste herausragende Kritiken ein. In der Folge spielten BLOODBOUND Konzerte mit Bands wie u.a. Sabaton, Arch Enemy, Pretty Maids und Evergrey. Das Jahr 2006 war aber auch von Line-Up-Wechseln gezeichnet, was besonders signifikant wurde, als Sänger Urban Breed nach der Tour BLOODBOUND verließ. Michael Bormann (ex-Jaded Heart) wurde als Ersatz verpflichtet, zusammen entstand das zweite Album ‚Book Of The Dead“ 2007. In Schweden gelang der Sprung auf Platz 66 der Albumcharts. Aber schon kurz nach Veröffentlichung wurde es offensichtlich, dass Michaels Verpflichtungen ihm nicht genug Zeit für BLOODBOUND lassen würden. Für bereits gebuchte Live-Shows konnte Urban Breed zu einer Rückkehr in die Band bewegt werden, die dann überraschenderweise auch über die Live-Aktivitäten hinaus (u.a. eine Tour mit Hammerfall) Bestand hatte, denn er ist ebenfalls auf dem folgenden Album ‚Tabula Rasa‘ zu hören, mit dem die Band ihrem Sound einige moderne und härtere Elemente beifügte. Zahlreiche Festivalauftritte folgten, sowie abermalig eine Tour mit Hammerfall.

Nachdem man sich 2010 von Breed trennte, wurde in Patrik J Selleby (geb. Johansson) nach kurzer Zeit ein erstklassiger neuer Sänger gefunden. Endlich war der Weg für Stabilität geebnet und Patrik geht in seiner Rolle als Frontmann mehr und mehr auf. Feierten BLOODBOUND mit ‚Unholy Cross‘ (2011) eine vielbeachtete Rückkehr zu ihrem Sound (den sie auf ‚Tabula Rasa‘ zeitweise verlassen hatten), so festigten sie mit ‚In The Name Of Metal‘ und ‚Stormborn‘ ihre Position und gewannen auf Europa-Tourneen mit Sabaton und U.D.O. zahlreiche neue Anhänger. Mit ‚One Night Of Blood‘ erschien im Februar 2016 dann die erste Live DVD/CD. Doch ans Ausruhen denken die wackeren Schweden nicht im Geringsten: Nach Veröffentlichung von ‚War Of Dragons‘ begeben sich BLOODBOUND im März/April auf Headlinertour. Als Special Guest sind die Labelkollegen von Crystal Viper mit von der Partie.

 


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