Metalite

Das Update für modernen Power und Melodic Metal kommt deutlich früher als erwartet – mit ihrem neuen Album “A Virtual World” betritt das schwedische Quintett METALITE erneut die metallische Tanzfläche. Es ist noch nicht einmal eineinhalb Jahre her, seit sie sich mit ihrer neuen Sängerin Erica Ohlsson zurückmeldeten - welche damals eine riesige Portion Energie und musikalisches Können einbrachte und die Wucht der Modern Metal Helden noch deutlich steigern konnte. Zukunftsweisend, episch und vor allem: mit Klasse.

Diese geradezu himmlische Verbindung wurde mit einem Album zelebriert, welche selbst für skandinavische Standards eine Besonderheit darstellt. Das Werk namens „Biomechanicals“ (2019) wurde zum einen durch den Grundgedanken einer Band wie Within Temptation oder Delain beeinflusst, zum anderen denkt das Quintett aus Stockholm den klassischen Melodic Metal rigoros neu und entfesselt einen Sturm aus Zeitgeist, Wucht und Monumentalität, dem man sich nicht entziehen kann.

Wie schon auf „Biomechanicals“, zeichnet sich auch die Arbeit an dem Nachfolger durch gekonntem Einsatz elektronischer Elemente aus - durchaus beeinflusst von der Trance-Ära des frühen 21. Jahrhunderts legen sich sphärische Flächen, flirrende Sequenzen und maschinelle Beats wie eine zweite Haut um die massive, melodische und unverschämt eingängige wall of sound. „Wir sehen uns als dezidiert moderne Band, die die Dinge anders anpackt als die anderen Melodic-Metal-Bands da draußen“, sagt Gitarrist Edwin Premberg dazu. Das tun sie wahrlich - und das sogar sehr erfolgreich mit der musikalischen Formel und der Nische, die sie für sich gefunden haben. Exzellentes Songwriting und einprägsame Hooks werden von dem Fundament aus Synthies gestärkt und von einer gleichermaßen starken, aber wenn der Song es erfordert ebenso leichten Stimme zusammengehalten. Das machen im Moment nur METALITE und sie machen es grandios - veredelt durch eine weitere Glanz-Produktion des Großmeisters Jacob Hansen (Volbeat, Amaranthe).

Ein neues Album bietet immer die die Möglichkeit inhaltlich neue Themen anzusprechen und die lyrische Ausrichtung um eine neue Schattierung zu ergänzen. Doch METALITE haben bereits ein Thema für sich entdeckt, das so unerschöpflich scheint wie technologische Innovation noch unergründete und unerwartete Möglichkeiten bieten wird. Und so zeichnet die Band auf „A Virtual World“ ein Bild, welches weitaus hoffnungsvollere Farben und neue Perspektiven bietet, als es noch zuvor zu Zeiten von „Biomechanicals“ der Fall war.

METALITE sind mehr als bereit für ihre dritte Langrille - seid ihr es auch?



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